Tennisclub
Friedberg

Historie des TCF

Chronik des Tennisclubs Friedberg e. V.

1948  Die Tischtennisabteilung des TSV Friedberg macht sich selbständig. Am 20. August wird der Tischtennisclub Friedberg gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wird Georg Schmid gewählt. Fünf Wochen danach, am 24. September, wird in einer Mitgliederversammlung beschlossen, auch Tennis zu spielen und neben dem Namen Tischtennisclub auch den Namen

 Tennisclub Friedberg

zu tragen. Am 1. Oktober reicht Georg Schmid ein Gesuch an die Stadt Friedberg mit der Bitte ein, dem Tennisclub Friedberg ein Grundstück zum Bau einer Tennisanlage zur Verfügung zu stellen. Bereits am 28. Oktober beschließt der Stadtrat von Friedberg dem Tennisclub das Grundstück unterm Berg, an der Augsburger Straße, zum Bau einer Tennisanlage gegen eine geringe Pacht zu überlassen.

1949  Die ersten 4 Tennisplätze und ein Clubhaus werden in Eigenleistung und unter Mithilfe der amerikanischen Besatzungsmacht erstellt. Ende der Sommersaison finden die ersten Ballwechsel statt.

1950  Der Spielbetrieb läuft. Die ersten Clubmeisterschaften werden ausgetragen. Sieger Herren: Fritz Gagel. Siegerin bei den Damen wurde Frau Tittmann. Am 7. August erfolgt die Trennung beider Sparten Tischtennis und Tennis einvernehmlich. Beide Vereine sind in Zukunft eigenständig ung geloben sich freundschaftliche und sportliche Zusammenarbeit. 1. Vorsitzender des Tennisclubs wird Vitus Schleibner. Der Tennisclub besteht aus 40 Mitgliedern.

1951  Der Vereinsgründer Georg Schmid stirbt bei einem Motorradunfall. Wegen der angespannten Finanzlage des Vereins stellt Vitus Schleibner den Antrag an die Stadt auf Ermäßigung des Pachtzinses für das Grundstück. Der Stadtrat beschließt eine Senkung um 50 % von 120,oo auf 60,oo DM.

1952  Die Schulden in Höhe von 3000,oo DM, die zum Bau der Anlage gemacht werden mußten, drücken enorm.

1953  Franz Schicker, ein Finanzfachmann, wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am Punktspielbetrieb nehmen bereits zwei Herren- und eine Damenmannschaft teil.

1954  Die Tennisanlage wird von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Die Tennisplätze stehen 1/2 m unter Wasser. Der Tennisclub Augsburg stellt dem Club kostenlos einen Platz für einen Notbetrieb zur Verfügung. Clubmeister werden Bernhard Huber und Hannelore Zopp (später Sieber).

1955 Die Schuldentilgung, die als vorrangig betrachtet wird, erleidet durch die Renovierungsaufwendungen einen kräftigen Rückschlag.

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2. Herrenmannschaft, von links Karl Thaler, Dieter Eberle, Dieter Vögele, Siegfried Klein, Helmut Knoller, Werner Stöhr.

 

 

 

1956  Durch Verdoppelung der Mitgliederzahl seit Bestehen des Vereins auf nunmehr 80 und durch Beitragserhöhungen können die Schulden auf 1500,oo DM zurückgeführt werden.

1957  Die erste Herrenmannschaft steigt erstmals aus der Kreisklasse in die Bezirksklasse auf. Mannschaftsmitglieder: Franz Weikert, Bernhard Huber, Hans Sieber, Rudi Sieber, Franz Röckl und Josef Merk. Mannschaftsbetreuer Vitus Schleibner. Bei der Generalversammlung wird Josef Merk zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Die Clubmeisterschaften gewinnen Franz Weikert zum dritten und Hannelore Zopp zum vierten Male.

bild 1. Herren-Mannschaft Aufstieg in die Bezirksliga, von links hinten Röckl,
Vitus Schleibner, Bernhard Huber, Josef Merk (Mannschaftsbetreuer), vorne
von links Hans Sieber, Rudi Sieber, Franz Weikert

 

1958  Vorrangiges Bemühen der Vorstandschaft ist die Ansammlung eines finanziellen Grundstockes um das Ziehl, ein neues Clubhaus zu bauen und die Anlage zu vergrößern, erreichen zu können.

bild 1. Damenmannschaft von links Elke Strehle, Margit Seling (verh. Mahr),
Hannelore Zopp (verh. Sieber), Renate Reinhardt mit Ballkindern von links
Werner Stöhr, Gebrüder Winterholler, Brigitte Stöhr (verh. Deiml)

 

1959  Die ersten Pläne zur Vergrößerung der Anlage und zum Clubhausneubau reifen heran und werden in der Vorstandschaft diskutiert.

1960  Bei den Kommunalwahlen wird der 1. Vorsitzende Josef Merk in den Stadrat von Friedberg gewählt. Er kann künftig direkt Einfluß auf die Entscheidungen des Stadtrates nehmen. Bei der Generalversammlung werden die Baupläne und der Finanzierungsplan der Mitgliedsschaft vorgestellt. Die Verwirklichung der Baumaßnahme wird beschlossen.

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Bild 1:Brigitte Stöhr, verh. Deiml (rechts) wird erstmals Clubmeisterin, links
Endspielgegnerin Heidi Schleibner.

Bild 2:Vorstand Vitus Schleibner (rechts) gratuliert Josef Merk

1961  Der für den Bau notwendige, langfristige Pachtvertrag, wird mit der Stadt Friedberg abgeschlossen. Das Clubhaus, von Architekt Günter Grauf geplant, wird auf der Westseite der bestehenden 4 Tennisplätze gebaut. Die Tennisplätze Nr. 5 und 6 werden in Eigenleistung von den Mitgliedern erstellt. Die Bauleitung obliegt Franz Weikert, der selbst die meisten Arbeitsstunden leistet.

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1. Damen-Mannschaft feiert den Aufstieg in die Bezirksliga,
von links Heidi Schleibner, Brigitte Stöhr (verh. Deiml), Anneliese Kleist,
Margit Seling (verh. Mahr)

 


 

1962  Zum Saisonbeginn wird das Clubhaus unter Anteilnahme der Prominenz aus Stadt und Landkreis und einer großen Anzahl von Mitgliedern eingeweiht. Der Clubhausneubau wurden von der Stadt, dem Landkreis Friedberg, dem Bayerischen Landessportverband aus Staatsmitteln, dem BLSV-Bezirk Schwaben aus Bezirksmitteln und dem Bayerischen Jugendring finanziell unterstützt. Die Clubmitglieder Brigitte Stöhr (Deiml) und Siegfried Klein erringen die Bayerische B-Klassen-Meisterschaft. Siegfried Klein gewinnt zum fünften und Brigitte Ströhr zum dritten Mal die Clubmeisterschaft.

bild Werner Stöhr (rechts) mit Partner auf den überschwemmten Tennisplätzen,
im Hintergrund das alte Clubhaus

 

 

 

1963  Die außerordentliche Mitgliederversammlung beschließt die vom Vorstand überarbeitete Satzung. Der 7. Tennisplatz wird wieder in Eigenleistung der Mitglieder und mit finanzieller Unterstützung der Stadt erstellt.

1964  Im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Stadt Friedberg werden auf der Anlage des Clubs die Schwäbischen Meisterschaften ausgetragen. Brigitte Stöhr (Deiml) wird Schwäbische Meisterin.

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Bild 1: Schwäbische Tennismeisterschaften in Friedberg,
Werner Stöhr (links) wird Sieger der B-Klasse

Bild 2: Schwäbische Tennismeisterschaften in Friedberg,
Brigitte Stöhr, verh. Deiml, und Siegfried Klein werden Schwäbische Meister
im Mixed (im Hintergrund das alte Clubhaus neben Platz 4)

Bild 3: Schwäbische Tennismeisterschaften in Friedberg,
Brigitte Stöhr, geb. Deiml, geht zum Endspiel der Damen unterstützt von
Hannelore Zopp, verh. Sieber, und von links Helmut Knoller (Sportwart),
Herrn Zopp sen. und Heribert Zinterer

Bild 4: Schwäbische Tennismeisterschaften in Friedberg,
Tennisplätze 1 bis 4 im Hintergrund das Clubhaus, von Platz 4 aus gesehen 

1965  Die zweite Hochwasserkatastrophe "nach der ersten im Jahr 1954" bricht über den Verein herein. Die Tennisclubs Augsburg und Schießgraben stellen dem Verein je einen Tennisplatz zur Aufrechterhaltung eines Notbetriebes kostenlos zur Verfügung. Nachdem die 1. Herrenmann- schaft 1958 abgestiegen war, schafft sie erneut den Aufstieg in die Bezirksklasse A. Clubmeister: Werner Stöhr zum dritten und Ulla Leuchtmann zum ersten Male.

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1. Herrenmannschaft von links Heribert Zinterer, Hermann Schmitt, Karl
Thaler, Werner Stöhr, Hans Sieber, Günther Mahr

1966  Die Plätze 1 bis 4 werden renoviert und erhalten eine neue Spieldecke. An den Verbandsspielen nehmen drei Herren-, eine Damen- und eine Jugendmannschaft teil. Clubmeister werden Karl Thaler und Heidi Schleibner ie zum ersten Male.

1967  Für den Verein wird die Gemeinnützigkeit erwirkt.  Die gesellschaftlichen Veranstalltungen, Nikolausfeier, Faschingsball, Faschingssonntag mit den "drei Lausbuben" aus München, Kehraus, Skiausflug, Frühlingsfest und Sommernachtsfest mit einer Spitzenkapelle finden großen Zuspruch. Brigitte Stöhr wird erneut Schwäbische A-Klassenmeisterin.

1968  Der Club feiert sein 20jähriges Bestehen. Bei der Feier im Clubhaus, die großen Zuspruch findet, werden die drei noch lebenden, bisherigen Vorstände

Vitus Schleibner, Franz Schicker und Josef Merk

mit der Goldenen Ehrennadel des Tennisclubs Friedberg ausgezeichnet. Die Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren von 40 auf 243 Mitglieder versechsfacht.

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Bild1: Brigitte Deiml auf Platz 3, im Hintergrund das Clubhaus

Bild 2: Hans Deiml (Schatzmeister 1973 bis 1986) auf Platz 4, im Hintergrund das
alte Clubhaus

 

1969  In der Vorstandschaft herrschen unterschiedliche Meinungen über die zukünftige Vereinspolitik. Während der 1. Vorsitzende Josef Merk den Verein für alle Tennisinteressierten offen halten will, vertritt ein Teil der Vorstandschaft die Meinung, keine neuen Mitglieder mehr aufzunehmen und klein (familiär) zu bleiben. In einer vom Vorstand einberufenen, außerordentlichen Hauptversammlung werden die unterschiedlichen Meinungen diskutiert. Schließlich stimmten die Mitglieder für die Öfffnung des Vereins und wählen folgende Vorstandschaft:

1. Vorsitzender: Josf Merk

2. Vorsitzender: Werner Marschall

Schatzmeisterin: Annemarie Pflaum (Wimmer)

Sportwart: Rudi Lukas

Die Weichen für einen Großverein sind gestellt.

Gleichzeitig wird beschlossen, die Tennisplätze Nr. 8, 9, und 10 zu bauen.

1970  Der Bau einer Zweifeld-Tennishalle wird in der neugewählten Vorstandschaft diskutiert. Voraussetzungen für einen Hallenbau sind der Umbau des Clubhauses auf Winterbetrieb, die Vergrößerung des Clubhauses und der sanitären Einrichtungen sowie der Bau einer Hausmeisterwohnung. Finanzbedarf ca. 1 Million DM. Die notwendige Grundstückserweiterung nach Süden 40 m und nach Westen 50 m wird mit der Stadt Friedberg vereinbart.

1971  Rekord bei der Neuaufnahme von Mitgliedern. 107 Interessenten treten in den Club ein. Die Mitgliederzahl steigt dadurch auf 397.

Die Generalversammlung beschließt den Bau einer Zweifeldhalle, den Ausbau des Clubheimes und den Bau einer Hausmeisterwohnung.

Mit der Stadt Friedberg wird ein Erbbaurechtsvertag für das gesamte Grundstück mit einer Laufzeit von 99 Jahren abgeschlosen. Das Grundstück wird an die Wasserversorgung der Stadt angeschlossen. Clubmeister werden Werner Stöhr und Brigitte Deiml je zum achten Male.

1972  Die Zweifeld-Tennishalle wird gebaut und am 13. Oktober in Betrieb genommen. Die Mitgliederzahl steigt weiter und erreicht die Zahl 430. Das Haushaltsvolumen liegt bei einer Million DM. Clubmeister wurden Helmut Wild zum ersten und Brigitte Deiml zum neunten Male.

1973  Die Baumaßnahme

" Clubhauserweiterung inklusive Inneneinrichtung"

wird Ende Juli abgeschlossen. Um alle anstehenden Probleme, die durch die Abwicklung der Baumaßnahmen auftraten, zu meistern, sind 14 Vorstandssitzungen notwendig, die fast alle von 20 Uhr bis nach Mitternacht dauerten. Die Clubmeisterschaften gewinnen Dieter Heppler zum ersten und Brigitte Deiml zum zehnten Male.

Der Club feiert sein 25jähriges Bestehen unter großer Anteilnahme von Mitgliedern und Prominenz.

Bei dieser Feier werden drei Personen, die sich bei der Förderung des Clubs große Verdienste erworben haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt:

Bürgermeister Max Kreitmayr, Walter Klaus und Max Gutmann

Josef Merk


 

 1975

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Bild 1: 1. Damenmannschaft feiert den Aufstieg in die Gruppenliga, von links hinten
Brigitte Deiml, Kurt Müller (Mannschaftsbetreuer), Renate Stöhr, Ute Kraus
(verh. Huschina), vorne von links Christa Lukas (verh. Scherl), Anne Martin
und Ingrid Hörmann

Bild 2: Clubmeisterin Damen Brigitte Deiml (links) und Zweitplatzierte Christa
Lukas, verh. Scherl

1976

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Vorstandschaft von links Werner Stöhr, Kurt Müller, Hans Deiml, Felix Kraus,
Josef Merk, Dieter Watzek, Ruth Jentsch, Werner Marschall, Rudi Lukas,
Erich Scherl, Alfred Hoffmann, Annemarie Weber, Albin Weber, Markus
Scherl, Irene Hoffmann, Lilo Merk

1977

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1. Damenmannschaft von links Steffen Haufe (Trainer), Brigitte Deiml, Ingrid
Hörmann, Marion Kneitel (verh. Nothnagel), Christa Lukas (verh. Scherl),
Anne Martin, Ute Kraus (verh. Huschina), Heidi Matthiessen

1979

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Bild 1: Hochzeit von Markus Scherl und Christa Lukas mit der Tennisjugend

Bild 2: Ehrung der TCF-Stadtmeister durch Bürgermeister Albert Kling, von links
Marion Kneitel (verh. Nothnagel), Markus Scherl, Peter Holderied, Brigitte
Deiml, Christa Scherl

1980

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Bild 1: TCF-Clubmeister, von links hinten Hermann Denzinger, Werner Stöhr,
Michael Kimmich, Peter Holderied, Josef Merk (Präsident), vorne von links
Hermann Pauli, Brigitte Deiml, Erich Scherl, Helga Schmuck, Sylvia
Hofmann

Bild 2: Vorstandschaft von links Hans Deiml, Horst Graf, Fritz Sauer, xxx, Werner
Marschall (verdeckt), Josef Merk, Anny Jakob, Lilo Merk, Elisabeth
Schortmann, Dieter Watzek (verdeckt), Mini Weber, Felix Kraus, Werner
Stöhr, Heinz Haag, Rolf-Dieter Engel, Peter Holderied

1981

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Bild 1: Damenfasching von links Susi Lukas, Brigitte Deiml, Elfriede Eberle,
Franziska Bauer, Hannelore Sieber, Anne Martin, Iris Watzek, Lilo Merk,
Helga Türk, Lore Zinterer, Anneliese Kleist

Bild 2: Präsidium mit von links Werner Marschall (Vizepräsident), Franz Schicker
(Ehrenpräsident), Josef Merk (Präsident), Hans Deiml (Schatzmeister)

Bild 3: Vorstandschaft von links hinten Werner Marschall (Vizepräsident), Hans
Deiml (Schatzmeister), Peter Holderied (Jugendleiter), Hugo Ritter
(Veranstaltungsleiter), Lilo Merk (Schriftführerin), Fritz Sauer (techn. Leiter),
vorne von links Rudi Lukas (Sportwart), Josef Merk (Präsident), Franz
Schicker (Ehrenpräsident)

1982

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1. Damenmannschaft in Bad Wiessee mit von links Elisabeth Fries, Anka
Hochsteger, Pia Schortmann, Ingrid Sieber (verh. Pflanzelt), Brigitte Deiml
und kniend Christa Scherl

1983

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Stadtmeisterin Brigitte Deiml (rechts) und Zweitplatzierte Christa Scherl

1985

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Bild 1: 1. Damenmannschaft von links hinten Steffen Haufe (Trainer), Ingrid Sieber
(verh. Pflanzelt), Ute Sieber, Anke Hochsteger, Josef Merk (Präsident),
vorne von links Angelika Sierigk, Brigitte Deiml, Christa Scherl

Bild 2: Jungsenioren-Mannschaft wird Schwäbischer Meister mit von links Horst
Graf, Werner Stöhr, Gerd Haßler, Dr. Jürgen Schlüter, Karl Martin, Dieter
Watzek, Karl Lorenz

 

                     Bearbeitet: Heinz Passarge, Text und Foto´s: Josef Merk